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Tag des Waldeigentums am 19. Oktober 2011 in Berlin

– Vortragsveranstaltung mit Podiumsdiskussion –

Das „Gemeingut“ Wald im Spannungsfeld der Interessen von Öffentlichkeit, Politik und Eigentümern

„Unser“ Wald ist in Deutschland zu 44% im Privatbesitz. Doch das Anspruchsdenken der Öffentlichkeit und die Forderungen der Politik hinsichtlich dieser Eigentumsart gehen weit über die normale Sozialpflichtigkeit hinaus. Im Bewusstsein gegenwärtig ist die Bedeutung der Wälder für Klima und Natur, jedoch wird Holz als Ressource und Wald als Wirtschaftsraum eher unzureichend wahrgenommen. Anlass für die Arbeitsgemeinschaft der Grundbesitzerverbände, die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände, den Deutschen Bauernverband und die Deutsche Stiftung Eigentum im "Internationalen Jahr der Wälder 2011" zum Tag des WALDEIGENTUM`s am 19. Oktober 2011 nach Berlin einzuladen.

Namhafte Referenten aus Wissenschaft und Praxis beleuchten das Thema Wald aus unterschiedlichen Blickwinkeln:

  • Das Spannungsfeld von individuellen, ökonomischen und gesellschaftspolitischen Interessen beim WALDEIGENTUM thematisieren Philipp Freiherr zu Guttenberg, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Waldbesitzerverbände, und Clemens Neumann, Ministerialdirektor im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.
  • Die WALDNUTZUNG: Holz als stofflicher und energetischer Rohstoff, Wald als Investment, aber auch zukunftsträchtige, alternative Nutzungen (z.B. Vertragsnaturschutz, Friedwald, Ökokonto), die nur durch eine nachhaltige Waldbewirtschaftung garantiert werden können, besprechen Dr. Jens Borchers, Fürstl. Fürstenbergische Forstverwaltung und Prof. Dr. Thomas Knoke, TU München.
  • Das Augenmerk auf die ökologischen und gesellschaftlichen WALDLEISTUNGEN lenken Dr. Uwe Meyer, Forstbetrieb Matthias Graf von Westphalen, und Dr. Peter Elsasser, Johann Heinrich von Thünen Institut. Denn neben der Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion, als Lieferant erneuerbarer Energien und vieler anderer ungenannter „preisloser“ Leistungen, wie z.B. als Wasserspeicher oder für den Klimaschutz uvm., nimmt die Bedeutung des Waldes für die Gesellschaft stetig zu.

„Die forstliche Bewirtschaftung ist alternativlos auf Langfristigkeit programmiert. Bei Umtriebszeiten zwischen 80 bis 250 Jahren markiert Eigentum an Wald den denkbar schärfsten Kontrast zu neuartigen Eigentumstiteln unserer Gesellschaft. Umso mehr bedarf es gesicherter Eigentumsverhältnisse und wirtschaftlicher Handlungsspielräume, um die ökonomischen, ökologischen und sozialen Leistungen des Waldes, die seit Generationen durch eine nachhaltige Forstwirtschaft erfolgreich praktiziert werden, auch dauerhaft zu erhalten! Dafür wollen wir mit dem Tag des Waldeigentums das Bewusstsein schaffen,“ fordert Baron Guttenberg stellvertretend für die vier einladenden Verbände.

Der Tag des Eigentums findet statt am Mittwoch, den 19. Oktober 2011, 16 Uhr im Haus der Land- und Ernährungswirtschaft in Berlin.

01. September 2011