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Thesen zum Eigentum

Privates Eigentum bedeutet persönliche und unternehmerische Freiheit; die Freiheit individuell zu entscheiden, und Kreativität zu entfalten.


Privates Eigentum garantiert Pflege und Bewahrung unserer Kulturlandschaft und sichert unsere Umwelt.

Niemand pflegt unsere Landschaft so sorgfältig wie der Eigentümer, der in ihr lebt - und von ihr. Über 26 Millionen Hektar in Deutschland werden land- oder forstwirtschaftliche genutzt, das sind mehr als 73% der Gesamtfläche.

Die reizvolle und abwechslungsreiche Natur und die spürbare Gegenwart von Tradition und Kultur machen die Schönheit der Landschaft aus, deren größter Anteil von ökonomischer Nutzung geprägt ist.

Privates Eigentum ist der Kern eines funktionierenden Agrarwesens.


Kulturgüter in privater Hand:

Eigentum in privater Hand bürgt für den Fortbestand von Tradition und Kultur.
Zahllose historische Bauten, Parks und Gärten, Bibliotheken und Gemäldesammlungen werden aus privatem Vermögen erhalten, gepflegt und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Die oft recht kostspielege Erhaltung dieser Kulturgüter ist durch die emotionale Bindung des Eigentümers zu seinem Besitz gewährleistet.

Das Streben, traditionelle Werte zu wahren, ist hier ein stärkeres Motiv als jede Kosten-Nutzen-Rechnung.


Abwechslungsreiche Landschaftsgestaltung:

Ausdruck individueller Entscheidungsfreiheit verschiedener Eigentümer:
Das Recht des Einzelnen über die Nutzung seines eigenen Grund und Bodens zu entscheiden, schafft natürliche Vielfalt, sie ist eine Grundlage unserer Marktwirtschaft. Langfristiges Interesse des Eigentümers an einem gesunden Boden und die daraus anwachsende besondere Fürsorge schützen vor Ausbeutung der Flächen.

Je unterschiedlicher Betriebsgrößen und Spezialisierungen sind, desto besser ergänzen sie sich gegenseitig.


Gesunde Natur:

Die Existenzgrundlage für Land- und Forstwirtschaft:
Gerade der Eigentümer erkennt, daß kurzfristige Profitmaximierung nur scheinbar Vorteile bringt; denn Grund und Boden ist nicht ein Wirtschaftsgut, das abgeschrieben und ausgemuster werden kann, er bleibt für immer - doch als Wert nur dann, wenn das ökologische Gleichgewicht sorgfältig erhalten wird. Die pflegliche, nachhaltige Bewirtschaftung der agrarischen Flächen sichert ihren Nutzen nicht nur für den Eigentümer und seine Erben über Generationen hinaus, sondern auch für die Allgemeinheit -

Gemeinwohl durch Eigennutz.


Die Zukunft unserer Kinder beginnt in der Gegenwart

Die Verbindung zum eigenen Land ist tief verwurzelt und persönlich, denn der Boden ist Existenzgrundlage. Der Eigentümer hegt und pflegt seinen Grund, weil er ihn in bestem Zustand an seine Nachkommen vererben will. Nur der Landwirt, der schonend mit dem ihm anvertrauten Besitz umgeht, kann dessen Substanz erhalten und weitergeben. Daher spielen Umwelt- und Naturschutz in Land- und Forstwirtschaftsbetrieben eine zentrale Rolle. Und alles, was der Land- und Forstwirt dabei für die ökologische Verbesserung seines Besitzes unternimmt, kommt auch der Gesellschaft zugute.

"Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen." (Art. 14, Abs. 2 Grundgesetz)


Verantwortung für die kommenden Generationen:

Künftige Generationen sollen Erben sein, nicht nur Überlebende.
Wenn unsere Kinder es einmal besser haben sollen - oder auch nur so gut wie wir - müssen wir ihnen die Voraussetzungen schaffen: Eigentum ist dafür die solide Basis.


Sicherheit für jung und alt:

Eine dauerhaft ökonomische Basis:
Grundbesitz fördert Heimatverbundenheit und Familiensinn, das Land wird zum Bindeglied zwischen den Generationen. Vom Vater zum Sohn... die Liebe zum gemeinsamen Besitz ist die ungebrochene Tradition.


Eigentum - Grundlage der Demokratie:

Die Eigentumsfreiheit ist ein von der Verfassung garantiertes Grundrecht.
Der Staat ist verpflichtet, diese Freiheit zu schützen und Eingriffe auf ein Minimum zu begrenzen. Dann schafft Eigentum dem Staat gegenüber selbstbewußte Bürger, wie sie die Demokratie braucht. Die Anerkennung der Sozialpflichtigkeit des Eigentums war für agrarische Eigentümer schon immer eine Selbstverständlichkeit, erleben sie doch nachbarschaftliche Bindungen täglich.


Leben und Arbeit auf eigenem Grund und Boden - hohe Lebensqualität.

Ein schönes Gefühl, mit beiden Beinen auf eigenem Boden zu stehen: Eigentum ist Herausforderung, die enge Bindung zu dem Land, das man bewirtschaftet, schafft Ansporn zur Leistung. Denn Besitz bedeutet auch Verantwortung für die Natur, für das Bewahren des Bewährten. Er fordert Kreativität, Anpassung, Beweglichkeit, Improvisation und die Bereitschaft, technischen Fortschritt, Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz zu vereinen.

Die Zukunft selbst gestalten: Argumente abwägen und freie Entscheidungen zu treffen. Nur die Sicherheit des Eigentums gewährleistet den Aufschwung.


Der Staat hilft:

Das Schaffen von Eigentum wird gefördert, der Erhalt über Generationen hinweg geschützt.
Der agrarrische Eigentümer erbringt der Gemeinschaft wichtige Leistungen. Es ist daher selbstverständlich, daß der Staat ihm dabei hilft, dies vergütet. Dem entspricht bewährte staatliche Förderung der Land- und Forstwirtschaft; etwa der Agrarsozialpolitik, Ausgleichszulagen, gezielte Investitionsförderung. Ziel ist es, eine leistungsfähige Agrargesellschaft zu erhalten, die unter den Bedingungen einer modernen Industriegesellachft die Versorgung der Bevölkerung mit hochwertigen Nahrungsmitteln und Rohstoffen ebenso gewährleistet, wie die Pflege und Erhaltung unserer Kulturlandschaft, die Wahrung eines wirtschaftlich stabilen ländlichen Raums und den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Eine solide Agrarpolitik, die Eigentumswerte fördert, ist Ausdruck sozialer Marktwirtschaft.


Werte schaffen:

Grund und Boden ist eine Anlage von hoher Wertbeständigkeit.
Selbst wenn kurzfristige Ertragserwartungen sich nicht immer erfüllen - auf längere Sicht ist dies noch immer durch Wertsteigerungen ausgeglichen worden. Überdies eröffnet das Eigentum an Grund und Boden gerade in unserer Zeit neue Wege wirtschaftlicher Tätigkeit als "Bodenunternehmer" - von der Erbringung besonderer Umweltleistung bis zur Gestaltung moderner Freizeiträume.